Mit einer Patientenverfügung bestimmen Sie im Voraus, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie nach Unfall, Krankheit oder Bewusstlosigkeit nicht mehr selbst entscheiden können.
Patientenverfügung – Ihre Wünsche im Ernstfall rechtzeitig klären
Eine Patientenverfügung ermöglicht es Ihnen, bereits heute festzulegen, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen – und welche Sie ablehnen. Das gibt nicht nur Ihnen Sicherheit, sondern entlastet auch Ihre Angehörigen in einer emotionalen Ausnahmesituation.
Warum ist eine Patientenverfügung so wichtig?
In Deutschland darf jede medizinische Maßnahme, abgesehen von akuten Notfallmaßnahmen, nur mit Ihrer Einwilligung durchgeführt werden. Können Sie aufgrund eines Unfalls, Komas oder einer schweren Krankheit nicht mehr selbst entscheiden und liegt keine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht vor, kann ein Gericht eine rechtliche Betreuung anordnen.
Mit einer Patientenverfügung können Sie z. B. festlegen, ob Sie:
• lebenserhaltende
Maßnahmen wünschen oder ablehnen,
• künstlich
ernährt oder beatmet werden möchten,
• eine
Wiederbelebung wünschen,
• Schmerzbehandlung
oder palliative Maßnahmen bevorzugen.
Entlastung für Ihre Familie
Durch Ihre klare Entscheidung im Voraus vermeiden Sie, dass Angehörige im Ernstfall unter großem Druck vermuten müssen, was „in Ihrem Sinne“ wäre. Sie schenken ihnen Sicherheit und emotionale Entlastung, weil sie wissen: So wollten Sie es.
Ergänzung durch eine Vorsorgevollmacht
Besonders sinnvoll ist die Kombination mit einer Vorsorgevollmacht: Damit bestimmen Sie eine
Vertrauensperson, die Ihren Willen gegenüber dem medizinischen Personal vertreten darf, etwa um Informationen zu erhalten oder medizinische Entscheidungen zu bestätigen.
Wichtiger Hinweis:
Überprüfen Sie Ihre Patientenverfügung regelmäßig
– am besten einmal pro Jahr – und passen Sie sie ggf. an veränderte
persönliche oder medizinische Umstände an.